Hallo, an alle Leser.
Lange ist hier im Blog nichts mehr passiert. Das bedauere ich sehr, aber leider fehlte mir einfach die Zeit dazu. Jetzt melde ich mich hier, weil ich im Moment viel an den Webseiten der BeamerStation baue. Strukturell sind die Seiten im Moment an einem Punkt angekommen an dem Sie nicht mehr Wachsen können ohne dabei völlig unübersichtlich zu werden. Daher bin ich mit Umstrukturierungen beschäftigt um wieder Platz zu schaffen für neue Dinge. Und dann werde ich hier auch wieder meine Empfehlungen, Tipps und Trends zum Beamermarkt und zu den Einsatzmöglichkeiten der Beamer weiter geben. Die Umbauarbeiten an den Webseiten sollten bis spätestens Ende des Jahres alle abgeschloßen sein und die BeamerStation selbst hat dann sicherlich schon einige interessante Neuigkeiten zu verkünden die es natürlich hier immer als erstes geben wird.
Ein kleiner Ausflug noch in Richtung Beamertechnik.
Der erwartete Leistungssprung der LED-Beamer auf der Funkausstellung ist leider ausgeblieben. LEDs sind die Zukunft, aber es ist noch ein ziemlich langer Weg bis dahin. Bisher heißt es von den Herstellern zwar immer schon, dass die neuen LED-Beamer Lichtstark sind, aber 500 ANSI Lumen sind zwar lichtstärker als 50 aber immer noch weit entfernt von 2000. Unter 2000 ANSI Lumen kann man aber meist mit einem Beamer im normalen Büro nur in der Nachtschicht ganz gut präsentieren. Dann vielleicht wenigstens Heimkino? Nun ja, der Gedanke wäre natürlich toll, LED-Beamer benötigen schließlich weniger Kühlung und somit machen Sie weniger Lärm. Leider ist dem auch nicht immer so, da die Geräte eben auch deutlich kleiner geworden sind, hat sich an dem Lautstärkepegel so gut wie nichts geändert. Und leider sind die kleinen LED-Beamer auch meist keine hoch aufgelösten Beamer, so dass das wahre Heimkinoglück wieder in weitere Ferne rückt.
Was diese Beamer mit einer Lichtleistung um die 500 ANSI Lumen können ist sicherlich spontane Filmabende und Präsentationen überall da, wo es eine weiße Wand gibt und für einene kleinen Kreis, der gerne im Dunkeln steht. Und wieder kommt leider ein Ja,ABER! Die Geräte sind eigentlich zu teuer, dafür dass man sie nur relativ begrenzt einsetzen kann. Und selbst der eigentliche Vorteil, dass die LEDs ewig halten wird hier ausnahmsweise sogar zum Nachteil. Denn einen Beamer mit relativ schwacher Leistung was Licht und Auflösung angeht für teures Geld jetzt kaufen, der ewig hält, macht natürlich nicht viel Sinn, wenn in ein oder zwei Jahren vielleicht wirklich brauchbare Alternativen da sind. Die kleineren LED-Modelle benötigen auch trotzdem alle Stromversorgung. Also ist der Spontanität damit auch wieder eine Grenze gesetzt, die genau eine Kabellänge von der Steckdose entfernt liegt.
Dürfte ich mir von der Industrie was wünschen würde ich sagen, baut die 500 ANSI Lumen Beamer mit einem Akku, der gut 3 Stunden durchhält, und verpasst ihnen eine Dockingstation für Medienplayer und z.B. Ipod und Ipad. Dann kann man darüber reden ob diese geräte Klasse nicht doch viel Spass machen kann.
Bis dahin würde Ich jedenfalls noch einige Zeit warten und bei der herkömmlichen Technik bleiben.
So, so. Das soll er also sein, der neue Wunder Laser Beamer?
Der showwx von Microvision. (Bericht bei photoscala)
Dann muss ich mir wohl erst mal wirklich noch keine Sorgen machen um mein Geschäft
Der Laserbeamer für die Hosentasche bringt gerade mal 10 Lumen mit, was ungefähr bedeutet er funktioniert sehr gut, wenn sie ihn in Ihrem Kühlschrank benutzen. Aber nur wenn sie die Tür schließen. Sicherlich man kann damit Bilder und Videos sehen. In “lousy Quality” wie ich sie mal bezeichnen würde. Denn gerade in Zeiten in denen immer mehr Leute immer häufiger HD Fernseher und LCD oder Plasma Bildschirme nach Hause schleppen, werden diese Bilder des Showwx einfach überhaupt keinen Sehgewohnheiten mehr entsprechen.
Schön finde ich auch, dass der Taschenbeamer eine Bildgröße von bis zu 5 Metern zu lassen soll. Bei einem Verhältnis zwischen Bilddiagonale zu Entfernung von 1: 1 bedeutet das, dass sie ihren Kleinen dann auch 5 Meter weit weg aufbauen müssen und ich bezweifle nun mal, das jemand einen so großen Kühlschrank hat. Oder anders gesagt, die 5 Meter Abstand bedeutet,dass sie dann mindestens in den Kohlenkeller gehen müssen oder sich gleich einen völlig abgedunkelten Raum einrichten müssen um in den zweifelhaften genuss dieser Bildgröße zu kommen. Selbst dann ist es aber unsicher was an Licht noch auf der Leinwand ankommt. Ich befürchte, Sie haben es längst gemerkt. Wenn Sie sich sowieso ein völlig abgedunkelten Raum einrichten müssen wird ihnen ein mobiler Kleinstbeamer da nicht viel nützen. Dann stellen Sie sich lieber einen Heimkinoprojektor in den abgedunkelten Raum, das ist deutlich sinnvoller. Es fehlt dem Taschenlaser natürlich, wie weitestgehend allen Beamern an einem guten Soundsystem. Das heißt, Sie können das Musikvideo oder das ultracoole Snowboardvideo zwar sehen, aber es wirkt nicht mal halb so aufregend ohne Ton.
So wie ich es sehe, sollen hier Menschen gecödert werden, welcheerst einmal die wahrscheinlich teure weitere Entwicklung des Spielzeugs unbedingt freiwillig bezahlen wollen. Mit 200 bis 300 US Dollar ist er vergleichsweise günstig für den Einstieg. Die Picoprojektoren waren etwas teurer. Mittlerweile sind die aber im Preis gefallen und haben noch etwas mehr Licht. Es ist mittlerweile leider eine Unsitte geworden Produkte erst auf den Markt zu werfen und sie dann erst Marktreif zu machen. Finde ich ziemlich unmöglich.
Man sollte sich bei der Zielgruppe auch auf die wenigen Menschen konzentrieren für die so was eventuell wirklich noch Sinnvoll sein kann. Also alle, die Powerpointfolien mit Geschäftszahlen, Fotos von Produkten oder ähnlichem, jeder Zeit und überall ihren Geldgebern oder Kunden präsentieren müssen. Es kann unter Umständen für solche Leute hilfreich sein, einen Miniprojektor zu besitzen, da sonst immer das Handy mit den Fotos rundgegeben werden muss. Aber in den meisten Fällen wird ihnen das Umgebungslicht einfach einen Strich durch die Präsentation machen.
Am Sinnvollsten wäre es wohl, wenn man dem Showwx gleich noch ein absolut blichkdichtes, schnell faltbares, Zelt mit beilegen würde. So als mobile Alternative. dann kann man seinen Taschenbeamer schnell mal ans Hand, Laptop sonst was anschließen (Siehe Videos) und mal schnell sein Zelt drüber stellen und schon kann die Präsentation beginnen.
Irgendwie bezweifle ich, dass das alles in der üblichen Minute für den Elevator Pitch klappt.
In diesem Sinne, würde ich da definitiv noch abraten von den Kleinstprojektoren, bis es so weit ist, dass die Projektoren direkt in die Iphones und Handys integriert sind. Auch dazu gibt es bereits erste Versuche. Und mit der Kamera mit eingebautem Beamer von Nikon auch die erste halbwegs sinnvolle Anwendung.
In der aktuellen Ausgabe des ct-magazins (ct 6/2009) ist ein sehr aufschlussreicher Test mit Minibeamern mit LEDs als Lichtquelle gemacht worden. Das Spektrum reicht dort vom Hosentaschenbeamern, wie dem Optoma Pico bis hin zu echten High Class Miniprojektoren.
Um es vorweg zu nehmen, das Testergebnis deckt sich auch mit meiner Meinung. Die LED Technik hat das Zeug dazu die Zukunft auf dem Beamermarkt zu sein, ist aber noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung.
Die kleinst Beamer für die Hosentasche sind alle ganz nette “Spielereien” aber eben leider nicht mehr. Dazu reicht das erzeugte Licht noch nicht aus und sobald die Projektion größer als ca ein Din A4 Blatt wird auch die Schärfe nicht aus.
Da schneiden die Miniprojektoren schon deutlich besser ab. Aber auch die MiniBeamer haben noch das Problem, dass ihr Licht noch nicht ausreicht, um damit große und saubere Projektionen zu machen. Teilweise sind die Beamer zwar schon so klein, dass das mit zu nehmende Netzteil den Beamer fast erschlägt. Es nützt aber leider nichts, wenn ich den Beamer zwar zusätzlich in die Laptoptasche bekomme, aber damit nicht sauber und deutlich meine Präsentationen zeigen kann.
Für Private Zwecke, also Filmvorführungen, oder private Fotoshows halten die Beamer zwar teilweise, mit eingebauten Medienplayern und USB-Anschlüssen schon die zukunftsweisenden Ideen bereit, aber das ganze funktioniert praktisch nur in völliger Dunkelheit.
Den LG Beamer konnte ich übrigens bereits im November bei einer Vorführung in unseren Räumen selbst erleben und muss schon sagen, dass es ein schickes kleines Gerät ist. Übrigens fließen auch die Erfahrungen meiner Kunden, mit in die Weiterentwicklung des LG Beamer ein, denn das ganze war eine Marktforschung und an den Anforderungen, die unsere Kunden an die Beamer wirklich haben, waren die Mitarbeiter von LG schon sehr interessiert.
Die LED Technik entwickelt sich also, aber die “alte” Technik ist in Ihrer Entwicklung ja nun auch nicht einfach stehen geblieben. Auch diese haben sich weiter entwickelt und die Beamer und Lampen sind deutlich effektiver und haltbarer geworden. Also muss die LED Technik sich schon deutlich anstrengen um ihre wirklichen Vorteile auch in Zukunft ausspielen zu können. Und zwar die Tatsache, dass LEDs deutlich günstiger sind und deutlich kühler im Betrieb. Somit fällt weniger Lärm durch Lüfter an und die LED-Beamer könnten auch weniger Strom verbrauchen. Doch gerade an diesen beiden Punkten schneiden die Beamer aus dem CT-Test, mit Ausnahme der Hosentaschenbeamer, besonders schlecht ab.Außerdem sind die LEDs oft gar nicht austauschbar, was ein echter Nachteil ist.
Ich gehe davon aus, dass die ersten wirklich konkurrenzfähigen Prototypen frühestens auf der IFA vorgestellt werden im Herbst, dann aber noch nicht zu wirklich konkurrenzfähigen Preisen. Es wird also sicherlich noch ein gutes Jahr dauern, eventuell sogar zwei Jahre bis die ersten LED-Beamer eine echte Alternative sein könnten.
Bis dahin können sie aber noch weiter unsere Beamer zu günstigen Konditionen mieten. Außerdem haben sie natürlich den Vorteil, dass Sie bei uns immer auch neue Beamer bekommen und somit schon mal Ihre eigenen Anforderungen testen können.